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Bildvorbereitung für die Ausgabe Teil 1 – Pixel, DPI und PPI

Wenn Sie ein Produktbild veröffentlichen wollen, müssen Sie für die Bildvorbereitung schon wissen, ob es in einem Katalog gedruckt oder im Internet als Grafik angezeigt werden soll. In diesem Zusammenhang sind Ihnen sicher schon viele der folgenden Abkürzungen bzw. Begriffe begegnet: DPI, PPI, CMYK, RGB und Farbmanagement, Farbprofile usw.

Diese Serie versorgt Sie mit den für Sie relevanten Informationen.Im ersten Teil dieser Serie erfahren Sie etwas über die Bedeutung der Pixeldichte.

Was bedeuten Begriffe wie DPI und PPI wann müssen Sie was verwenden? Wenn Sie ein Produktbild veröffentlichen wollen, müssen Sie für die Bildvorbereitung schon wissen, ob es in einem Katalog gedruckt oder im Internet als Grafik angezeigt werden soll. In diesem Zusammenhang sind Ihnen sicher schon viele der folgenden  Abkürzungen bzw.  Begriffe begegnet: DPI, PPI, CMYK, RGB und Farbmanagement, Farbprofile usw.

Diese Serie versorgt Sie mit den für Sie relevanten Informationen. Im ersten Teil dieser Serie erfahren Sie etwas über die Bedeutung der Pixeldichte.

PPI

Bei Bildschirmen und Scannern wird die Ausgabegröße  in PPI = Pixel per Inch angegeben. PPI gibt also an, wie viele Pixel auf einem Zoll*) Bildschirm dargestellt oder wie viele Pixel pro Zoll vom Scanner abgetastet werden.
Ein Mythos ist, dass ein Monitor 72ppi hat. Diese 72ppi wurden vor langer Zeit einmal auf einem Normmonitor errechnet, der eine Breite von 11” hatte, auf der 800 Pixel dargestellt wurden. Dies ergab die besagten 72ppi.
Heute haben Ausgabegeräte unterschiedliche Größen bei unterschiedlicher Pixelzahl und somit hat fast jedes Gerät eine andere Pixeldichte. Ein iPhone 4S  stellt zum Beispiel bei einer Bildschirmdiagonalen von 3,5″ 960*640 Pixel dar – das ergibt einen PPI-Wert von 326 – also “326ppi”. Und der Dell Monitor, an dem ich gerade sitze, stellt bei einer Bildschirmdiagonalen von 23″ 1960*1080 Pixel dar – somit hat er eine Auflösung von 102ppi. Wenn Sie nun ein 640 Pixel hohes Bild in der 100% Ansicht auf einem Smartphone und zeitgleich auf einem Bildschirm anschauen, hat es nicht die gleiche physische Größe wegen der unterschiedlichen Pixeldichte.

DPI

Der DPI-Wert (DPI = Dots per Inch) sagt, wie viele Farbpunkte pro Inch beim Drucken aufgetragen werden. Diese Größenangabe ist wichtig bei Ausgabegeräten wie Drucker und Druckmaschinen. Fälschlicherweise hat sich eingeschlichen, in allen erdenklichen Fällen (Bildschirmausgabe, Druck, Bildgröße von Fotos…) von DPI zu reden. Das ist aber nicht korrekt. Der DPI-Wert ist ein anderer Wert als der PPI-Wert, meist liegt er weit über 1000ppi. Sie selbst haben eigentlich nie Berührung mit DPI – außer Sie sind Drucker. In Programmen wie Photoshop stellen sie immer die PPI ein.
Beispiel mit 1ppi (Artikel dpi und ppi Bild 1) Beispiel mit 300ppiBeispiel mit 2000ppi

PIXEL

Eine digitale Bilddatei (z.B. eine Fotografie) wird nicht von DPI und PPI  beeinflusst. Die Datei besitzt keine Punktdichte, sondern nur eine Breite und Höhe in Pixeln. Ein Pixel am Monitor stellt ein Pixel des Bildes dar. Wenn das Foto digital bleiben soll, spielen DPI und PPI also keine Rolle. Sie können in Programmen wie Photohop beim PPI-Wert einstellen, was sie wollen – es wird sich auf die Ausgabe des Bildes am Monitor nicht auswirken. Dies können Sie in unseren Beispielen sehen. (Bitte beachten Sie, dass Sie bei der Größeneinstellung in Photoshop keine Neuberechnung des Bildes durchführen.)
Was Sie außerdem in unseren Beispielen sehen können, ist, dass sich durch die Änderung des PPI-Wertes die Ausgabegröße in cm für den Druck ändert. Bei einer Ausgabe von einem Pixel pro Zoll könnten Sie das Bild 9800cm breit ausdrucken, hätten aber nur ein Pixel pro Zoll (also 1 Pixel auf 2,54 cm!) und somit Pixelbrei. Sie sehen in den Screenshots in der Druckausgabe (unteres Drittel der Bilder), wie es aussehen würde, wenn man damit ein Din A4 Blatt vollflächig bedrucken würde.

Vom Bildschirm in den Druck

Erst wenn ein Bild gedruckt ausgegeben werden soll, müssen Sie wissen, wie Pixel und PPI zusammenspielen. Wollen Sie beispielsweise ein Bild in 21cm Breite mit 300ppi drucken lassen, muss es eine Breite von 2480 Pixel haben. Aber dasselbe Foto mit 150ppi  bei 21cm Breite muss 1240 Pixel haben, damit ein mittleres Druckergebnis erzielt wird.
Ein erträgliches Druckergebnis erhalten Sie ab 150 ppi, das optimale Ergebnis mit 300ppi. Dies ist gilt aber nur als Faustregel*), denn die Qualität hängt auch vom Ausgabegerät ab. Es gibt Geräte, z.B Großflächendrucker, die bei 60ppi ein sehr gutes Ergebnis liefern. Fragen Sie deshalb Ihre Druckerei, welches der optimale Wert für die Druckausgabe auf deren Geräten ist.
Einen guten Umrechner für cm, pixel und ppi finden Sie hier:

Fazit Pixel, DPI und PPI

Was bedeutet das nun für Sie?
Sie müssen wissen, in welchem Medium Ihre Bilder ausgegeben werden – am Monitor, als Anzeige auf einem Smartphone oder in einem Katalog, flächenfüllend gedruckt auf einer DIN A4 Seite. Erst wenn Sie wissen, wie Ihr Foto veröffentlicht wird, können Sie die richtige Maßeinheit wählen. Als Amateur oder Laie vergessen Sie DPI!! Für den Druck verwenden Sie PPI und für die Bildschirmdarstellung reicht die Angabe der Pixel.
*) Zoll ist die deutsche Bezeichnung für das englische Inch = 2,54 cm
*)Für den reinen Fotodruck oder das private Ausdrucken von Bildern hat sich diese Regel bewährt.

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