+49 7141 23 92 612

“Welches Bildformat ist am besten?”

JPG, GIF, PNG, TIFF, oder PSD? Die Antwort: "Kommt drauf an."

Denn tatsächlich hat jedes Bildformat Vor- und Nachteile. Zum einen muss ein Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße getroffen und zum anderen das Zielmedium (z.B. Print, Online oder Archivierung) berücksichtigt werden.
In diesem Artikel gehen wir auf diese Problematik ein und hoffen, dass Ihnen am Ende die Wahl des richtigen Bildformats zukünftig leichter fällt.

JPG, GIF, PNG, TIFF, oder PSD? Die Antwort: “Kommt drauf an.”

Denn tatsächlich hat jedes Bildformat Vor- und Nachteile. Zum einen muss ein Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße getroffen und zum anderen das Zielmedium (z.B. Print, Online oder Archivierung) berücksichtigt werden.
In diesem Artikel gehen wir auf diese Problematik ein und hoffen, dass Ihnen am Ende die Wahl des richtigen Bildformats zukünftig leichter fällt.

In den Anfängen des Internets musste man zum Laden eines 70 KB Bildes ungefähr 10 Sekunden warten. Daher war Dateigrößenoptimierung von Bildern das Thema bei der Entwicklung von Webseiten.

Um die Jahrtausendwende musste man mit DSL auf dieses Bild weniger als eine Sekunde warten. Der Kampf um Kilobytes schien vorbei – bis heute …

Denn seit immer mehr Menschen mobil im Internet surfen und je nach Aufenthaltsort teilweise mit sehr niedrigen Übertragungsraten konfrontiert werden, spielt Dateigrößenoptimierung wieder eine verstärkte Rolle – vor allem für Onlineshop Betreiber mit vielen Produktbildern.

Bilder verkleinern (komprimieren)

Alle Kompressionsverfahren haben zum Ziel eine Ausgangsdatei in Ihrer Dateigröße zu verringern. Man unterscheidet einzig zwischen verlustfreien Kompressionsverfahren (“lossless”) und verlustbehafteten Kompressionsverfahren (“lossy”). Wie der Name schon verrät, gehen letztere mit Qualitätseinbußen einher.

VERLUSTFREI (LOSSLESS)

VERLUSTBEHAFTET (LOSSY)

GIF <= 256 FarbenGIF > 256 Farben
PNG-8 <= 256 FarbenAnm.: Die 8 steht für die Darstellbarkeit von 8 Bit Farbtiefe (= 256 Farben)PNG-8 > 256 Farben
PNG-24Anm.: Die 24 steht für die Darstellbarkeit von 24 Bit Farbtiefe (= 16,7 mio Farben). Zusätzlich existieren 8 Bit für 256 Transparenzabstufungen.JPEG/JPG
PSD 
TIFF mit und ohne LZW-Komprimierung 

Sowohl PNG als auch TIFF arbeiten mit dem sog. Deflate-Algorithmus, der auch bei ZIP und gZIP angewendet wird. Eine genaue Erklärung der einzelnen Kompressionsalgorithmen wollen wir Ihnen an dieser Stelle aber ersparen. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, dem seien folgende Links empfohlen:

Es muss nicht immer JPEG sein

Mit dem richtigen Algorithmus für das gewählte Bildmaterial kann eine bemerkenswerte Verringerung der Dateigröße ohne nennenswerte Qualitätseinbußen erreicht werden.

Die meisten Anwender nutzen jedoch grundsätzlich das JPG-Format, obwohl in vielen Fällen das verlustfreie PNG-Format zu einem wesentlich besseren Ergebnis mit kleinerer Dateigröße führen würde.

Beispiele zur Bildkompression

Grafiken: Im nebenstehenden Screenshot (auf 200% skaliert) haben wir eine wunderschöne Grafik in unterschiedlichen Dateiformaten auf max. 6kB zugelassen. Dabei wird sichtbar, dass JPG und GIF deutlich schlechter abschneiden als die beiden PNG-Formate.

Fotos: Es ist unübersehrbar, dass bei diesem Fotos JPG klar die Nase vorn hat : Selbst die Dateigröße des JPG mit voller Qualität liegt 50% unter der des PNG-24.
Anm.: PNG-8 und GIF sollten auf Grund der Farbbeschränkung von max. 256 Farben nie für Fotos verwendet werden.

 
 

Die Qual der Wahl

Der Verwendungszweck bestimmt die Wahl des Algorithmus.

Bildformate zur Archivierung

Zur Archivierung von Bildern sollten Sie immer das bestmögliche und verlustfreie Ausgangsformat (RAW, DNG, oder TIFF) mit der echten Pixelgröße wählen (nicht interpolieren). Da Festplattenkapazität heute erschwinglich ist, sollten Sie hier keine Abstriche machen.  Sortieren Sie lieber die Bilder aus, die Sie so oder so nicht mehr verwenden werden.

Bildformate für den Druck

Soll das Bild eingebettet in einen Flyer, Banner, Katalog o.ä. auf ein Trägermedium gedruckt werden, bieten sich TIFF oder JPG mit 100% Qualität an. EPS ist eine weitere Möglichkeit – vor allem für vektorbasierte Grafiken. Leider kann das Format aber von vielen günstigen Grafikprogrammen nicht verarbeitet werden.

Bildformate fürs Internet

Bei Internetpublikationen sollten Sie sich zwischen PNG-8, PNG-24 oder JPG entscheiden.
GIF müssen Sie nur noch verwenden, wenn Sie Ihre Besucher mit animierten Grafiken vergraulen wollen. Langfristig könnte APNG aber auch hier das GIF-Format ablösen. Als Standbildformat hat GIF gegen das deutlich bessere PNG-8-Format heute schon ausgedient.

Damit Ihnen die Wahl des richtigen Bildformats für Ihre Website, oder Ihren Onlineshop zukünftig leichter fällt …

Beispielbild

Beschreibung

Bestes Bildformat

FarbflächenFarbflächen auf flächigem HintergrundPNG-8
Text als GrafikFlächiger Text auf flächigem HinterungundPNG-8
FarbverläufeHorizontale und vertikale FarbverläufePNG-24
Diagonaler FarbverlaufDiagonale farbverläufePNG-24
Radialer FarbverlaufRadialer FarbverlaufJPG
Text auf FarbverlaufText auf FarbverlaufPNG-24
FotoFoto (farbig & schwarz-weiß)JPG
Text auf FotoText auf Foto (farbig & schwarz-weiß)JPG

Es geht noch kleiner!

Wer glaubt, dass Photoshop der Meister im Exportieren von dateigrößenoptimierten Grafiken ist, möge sich die nachfolgenden kostenlosen Tools zu Gemüte führen. Mit ImageOptim beispielsweise konnten wir eine 108 kB PNG-24 Datei aus Photoshop ohne Qualitätsverlust auf stolze 76 kB verkleinern.

Einzeln mag das vernachlässigbar sein. Aber bei einer Vielzahl von Produktbildern im Onlineshop summiert sich das schnell auf mehrere MB, die den Onlineshop beim Kunden langsamer machen und Ihren Traffic beim Provider unnötig belasten.

 

Zukunftsaussichten

Sowohl die Joint Photographic Experts Group, als auch Google haben mit JPEG 2000 und WebP weitere Kompressionsverfahren entwickelt, die teilweise sehr vielversprechend klingen: So waren mit dem WebP-Format komprimierte Bilder in einem Testlauf von 900.000 willkürlichen Bildern im Schnitt 39,8% kleiner, als das Standard JPG gleicher Qualität. Und auch JPEG 2000 punktet mit kleinerer Dateigröße bei gleicher Qualität, nennt aber keine Zahlen.

Beiden Formaten ist jedoch gemein, dass die Verbreitung bisher ausblieb. Das liegt vermutlich daran, dass das WebP-Format trotz Open-Source-Code bisher nur in Google Chrome und Opera unterstützt wird. Und die JPEG 2000-Verbreitung scheitert vermutlich an den rigiden Lizenzbestimmungen der Joint Photographic Experts Group.

Immerhin gibt es zum Exportieren des WebP Formats bereits diverse PlugIns, u.a. für Photoshop (Download: WebP Photoshop Plugin). Wer kein Photoshop hat, kann auch die Google-eigene Software für die WebP Konvertierung verwenden.

Noch ist es “nur” Spielerei. Aber WebP könnte sich als neuer JPG-Standard etablieren – wenn die Softwarehersteller mitmachen. Wir werden sehen …

EDIT vom 13. September 2011:
Das wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Ein Startup-Unternehmen zeigt, dass sich JPGs ohne Qualitätsverlust um das bis zu 5-Fache verkleinern lassen. Der Name ist Programm JPEG mini wir haben es getestet und eine bis zu 3,4-fache Verkleinerung erreicht – alle Achtung!

Testen Sie unseren Bildbearbeitungsservice

Senden Sie uns einfach ein Bild und wir zeigen Ihnen, was wir können.
Gratis Test

Ihre Informationen

Lassen Sie uns wissen, was sie benötigen.